Psychologe verraet: Wegen 5 Gruenden scheitern Beziehungen
Die folgenden Geschichten basieren auf realen Erfahrungen aus meiner Praxis, wurden jedoch anonymisiert und veraendert. Sie dienen als Inspiration fuer Veraenderung und ersetzen keine professionelle Beratung.
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Beziehungen brauchen Pflege: Beziehungen sind wie zarte Pflanzen - sie brauchen Pflege, Aufmerksamkeit und das richtige Umfeld, um zu gedeihen.
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Fuenf Hauptgruende fuer das Scheitern: Mangelnde Kommunikation, unrealistische Erwartungen, zu wenig Wertschaetzung, fehlende Intimitaet und unterschiedliche Lebensziele fuehren haeufig zum Ende.
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Kommunikation ist der Schluessel: Der haeufigste Grund fuer das Scheitern von Beziehungen ist mangelnde Kommunikation – sie ist das Fundament jeder Partnerschaft.
Beziehungen sind wie zarte Pflanzen - sie brauchen Pflege, Aufmerksamkeit und das richtige Umfeld, um zu gedeihen.
Doch manchmal welken sie trotz bester Absichten dahin.
Vielleicht kennen Sie die folgenden Fragen ja auch:
- Habe ich alles versucht, um unsere Beziehung zu retten?
- Woran liegt es, dass wir uns so weit voneinander entfernt haben?
- Ist es wirklich das Ende oder gibt es noch eine Chance?
In meiner psychologischen Praxis habe ich immer wieder beobachtet, dass es fuenf Hauptgruende gibt, warum Partnerschaften scheitern.
Hier erfahren Sie um welche Gruende es geht und wie Paare das Erlebte verarbeiten.
1. Mangelnde Kommunikation
Stellen Sie sich ein Paar vor, das in einem Boot sitzt. Jeder rudert in eine andere Richtung, ohne sich abzusprechen. Das Boot dreht sich im Kreis, kommt nicht voran und schoen bald droht zu kentern.
Ein Boot voll mit Wasser, als Symbol fuer eine gekenterte Partnerschaft.
Genauso verhaelt es sich mit Paaren, die nicht miteinander kommunizieren.
In einer Beratungssitzung sagte mir einmal Susanne (38): “Ich weiss oft gar nicht, was in Thomas vorgeht. Er spricht kaum ueber seine Gefuehle.”
Thomas (41) erwiderte sofort: “Ich dachte immer, sie kann Gedanken lesen. Woher soll ich wissen, was sie beschaeftigt?”
Ich bat sie, dieses Kommunikationsproblem genauer zu beschreiben:
Susanne: “Letzte Woche zum Beispiel. Thomas kam nach Hause und wirkte gestresst. Ich fragte, was los sei, und er sagte nur ‘Nichts’. Den ganzen Abend hat er nichts mehr gesagt, das hat mich total verrueckt gemacht.”
Thomas: “Ich wollte dich nicht mit meinen Problemen belasten. Ausserdem dachte ich, du haettest bemerkt, dass ich einen schwierigen Tag auf der Arbeit hatte, du weisst doch, dass ich nicht gut auf meinen Abteilungsleiter zu sprechen bin. Ich dachte Du wuerdest von selbst verstehen, dass ich etwas Ruhe brauche.”
“Ich wollte dich nicht mit meinen Problemen belasten… Ich dacht du weisst was ich brauche.” Susanne: “Aber genau das ist das Problem! Ich kann nicht erraten, was in dir vorgeht. Ich moechte, dass du mit mir sprichst. Mir sagst was Dich umtreibt auf der Arbeit. ”
Thomas: “Ich wusste nicht, dass es dich so belastet, wenn ich nicht alles erzaehle. Ich wollte dich schuetzen, denn ich war innerlich total aggressiv … Soll ich es dir von jetzt an einfach immer sagen, wenn mich was bedrueckt, oder was?”
Susanne: “Das wuerde mir sehr helfen. Und ich verspreche, dir auch besser zuzuhoeren und nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstehe.”
Dieser Dialog zeigt, wie wichtig es ist, Annahmen zu hinterfragen und offen ueber Beduerfnisse und Gefuehle zu sprechen. Wir koennen nie genau wissen was unser Partner gerade denkt, fuehlt oder zurueck haelt.
Geht es Ihnen wie Susanne und Thomas in Ihrer Partnerschaft?
Dann koennen wir gerne Ihre Situation in einem unverbindlichen Erstgespraech besprechen besprechen und herausfinden, welche Unterstuetzung fuer Sie sinnvoll ist.
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2. Unrealistische Erwartungen
Viele Menschen tragen ein idealisiertes Bild von Beziehungen in sich - wie ein perfekt retuschiertes Bild eines gluecklichen Paar aus der Werbung.
Ein Paar aus der Werbung, welches verliebt wie am ersten Tag wirkt. Wir nehmen an, dass so jeder Tag mit unserem eigenen Partner auszusehen hat.
Die Realitaet kann diesem Bild oft nicht standhalten.
Maria (29) erzaehlte mir: “Ich dachte, mit dem richtigen Partner waere alles immer harmonisch und romantisch. Aber manchmal nervt mich Jan einfach.”
Jan (32) nickte: “Und ich dachte, wir wuerden nie streiten. Aber das ist wohl normal, oder?”
Ich bat sie, ein konkretes Beispiel zu nennen:
Maria: “Gestern Abend zum Beispiel. Ich hatte einen romantischen Filmabend geplant, habe extra einen Schokokuchen gebacken und Popkorn vom Kino mitgebracht. Aber Jan wollte lieber an seinem Projekt arbeiten.”
Jan: “Ich hatte eine wichtige Deadline und fuehlte mich gestresst. Ich wusste nicht, dass Maria sich so sehr auf den Abend gefreut hatte. Ich war einfach im Loop…”
“Ich hatte eine wichtige Deadline… Ich war einfach im Loop…” Maria: “In den Filmen sieht es immer so aus, als wuerden Paare intuitiv wissen, was der andere braucht. Aber so klappt das einfach bei uns nicht.”
Jan: “Ja, ich merke auch, dass wir aktiv an unserer Beziehung arbeiten muessen. Es laeuft gerade wirklich nicht mehr perfekt.”
Ich warf folgenden Satz in die Unterhaltung ein: “Vielleicht sollten Sie Ihre Erwartungen an eine gelingende Partnerschaft anpassen und mehr darueber sprechen, was Sie sich wuenschen?”
Jan: “Das klingt gut. Nur weiss ich gerade selbst nicht was mir wichtig ist in einer Beziehung.”
Es ist wichtig zu verstehen, dass jede Beziehung Hoehen und Tiefen hat. Ich nutze gerne mit einem schmunzeln folgende Metapher in meinen Beratungen:
“Unrealistische Erwartungen sind wie zu eng geschnuerte Schuhe - sie fuehren zu Schmerzen und Blasen.”
3. Zu wenig wohlwollende Wertschaetzung
Stellen Sie sich einen Gaerten vor, in dem niemand die Blumen giesst oder das Unkraut jaetet. Mit der Zeit wird er verwildern und die schoenen Pflanzen, die erst noch vor einem Monat im Obi gekauft wuerden, ersticken.
Wenn Ihre Partnerschaft ein Gaerten waere, wuerde es dann so aussehen?
Aehnlich verhaelt es sich in Beziehungen ohne Wertschaetzung.
Peter (45) gestand in einer Sitzung: “Ich habe Annas Bemuehungen lange als selbstverstaendlich angesehen. Erst als sie damit drohte zu gehen, wuerde mir klar, wie viel sie fuer uns tut.”
Anna (43) ergaenzte: “Ich fuehlte mich wie eine Haushalterin, nicht wie eine Partnerin. Meine Beduerfnisse kamen immer zu kurz.”
Ich bat sie, die Situationen aus dem Alltag genauer zu beschreiben:
Peter: “Ich kam jeden Tag von der Arbeit nach Hause und erwartete, dass das Essen auf dem Tisch steht und alles erledigt ist. Ich habe nie wirklich darueber nachgedacht, wie viel Arbeit das fuer Anna bedeutet.”
Anna: “Ich arbeite auch, kuemmere mich um den Haushalt und die Kinder. Aber Peter hat das nie wirklich gesehen oder gewuerdigt. Ich fuehlte mich unsichtbar und wertlos.”
Peter: “Als Anna sagte, sie wolle gehen, war das wie ein Schlag ins Gesicht. Mir wuerde klar, wie sehr ich sie vernachlaessigt hatte.”
Anna: “Ich wuenschte mir einfach ein ‘Danke’ oder eine kleine Geste der Anerkennung. Das haette schoen viel ausgemacht. Aber mit der Zeit habe ich gelernt mich abzukapseln…”
Regelmaessige Anerkennung und Dankbarkeit sind wie Duenger fuer die Partnerschaft - sie lassen die Liebe wachsen und bluehen.
Sie sind sich unsicher, ob Ihre Beziehung gesund ist? Vielleicht erleben Sie ja etwas Aehnliches wie Anna.
In einem unverbindlichen Erstgespraech koennen wir gerne Ihre Situation besprechen und gemeinsam herausfinden, welche Unterstuetzung fuer Sie sinnvoll ist.
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4. Fehlende Intimitaet
Intimitaet ist wie eine Bruecke zwischen zwei Menschen. Wird sie nicht ueber die Jahre hinweg gepflegt, kann sie mit der Zeit broeckeln und einstuerzen.
Jede schoene Bruecke braucht mal einen neuen Anstrich!
Lisa (36) klagte: “Wir leben wie Mitbewohner nebeneinander her. Die Naehe ist verloren gegangen. Die gibt es gar nicht mehr.”
Ihr Mann Michael (39) ergaenzte zoegernd: “Ich weiss gar nicht mehr, wie ich ihr naehe kommen soll.”
Lisa: “Frueher haben wir oft gekuschelt, uns beruehrt, miteinander gelacht. Jetzt sitzen wir abends schweigend nebeneinander auf der Couch, jeder mit seinem Smartphone. Total aetzend!”
“Frueher haben wir oft gekuschelt… Jetzt ist jeder nur noch am Smartphone. Total aetzend!” Michael: “Ich fuehle mich oft unsicher. Ich weiss nicht, ob Lisa meine Beruehrungen ueberhaupt noch will. Also halte ich mich einfach zurueck. Ausserdem bin ich muede und kaputt von der Arbeit.”
Lisa: “Und ich denke dann, er findet mich nicht mehr attraktiv.”
Michael: “Ich vermisse die Naehe. Aber ich weiss nicht mehr, wie ich dir Naehe kommen kann.”
Um die Bruecke der Intimitaet stabil zu halten, ist es wichtig, bewusst Zeit fuer Zaertlichkeit, Gespraeche und gemeinsame Erlebnisse einzuplanen. Bevor es zu spaet ist. Entfremdung ist ein sehr gaengiges Thema in meinen Sitzungen.
5. Unterschiedliche Lebensziele
Zum Schluss Stellen Sie sich noch ein Paar vor, das gemeinsam eine Reise plant. Der eine moechte in die Berge zum Wandern, der andere ans Meer zum Entspannen. Wenn sie keinen Kompromiss finden, wird die Reise fuer mindestens einen der beiden unbefriedigend verlaufen. Und genau das trifft den Nagel auf den Kopf.
Sarah (33) im lautem Ton: “Ich moechte Kinder und ein Haus auf dem Land. Natur. Voegel hoeren. Tom sieht sich eher als digitalen Nomaden.”
Tom (35) seufzte: “Ich liebe Sarah, aber ich fuehle mich von ihrer Zukunftsvorstellung eingeengt.”
Ich bat sie, ihre Vorstellungen genauer zu erlaeutern:
Sarah: “Ich traeume von einem Haus mit Gaerten, wo unsere Kinder spielen koennen. Ich moechte Wurzeln schlagen und Teil einer Gemeinschaft sein.”
Tom: “Und ich sehe mich mit meinem Laptop an verschiedenen Orten der Welt arbeiten. Ich moechte reisen, neue Kulturen kennenlernen, flexibel sein.”
Sarah: “Ich verstehe Toms Wunsch nach Freiheit, aber fuer mich bedeutet das Unsicherheit. Wie sollen wir eine Familie gruenden, wenn wir staendig unterwegs sind? Das kann doch nicht gut gehen? Oder wie sehen Sie das Herr Pfoertner?”
“Ich verstehe Toms Wunsch nach Freiheit, aber fuer mich bedeutet das Unsicherheit.” “Kinder brauchen klare Regeln, und vor allem ein sicheres Umfeld. Beides sollte gegeben sein.” Sagte ich mit ernster Mine.
Tom: “Und ich fuerchte, in Sarahs Vorstellung erstickt zu werden. Ich moechte nicht in der Vorstadt festsitzen und jeden Tag zur Arbeit pendeln. Das ist nichts fuer mich. Das erwarte ich auch nicht von meinem Leben!”
Wie Sie sehen, ist es wichtig, regelmaessig ueber die eigenen Lebensziele zu sprechen. Sonst lebt man aneinander vorbei. So sollte eine Beziehung nicht funktionieren.
Lassen Sie mich nun noch in aller Kuerze eine Frage beantworten, und Sie schauen mal ob das in Ihnen etwas ausloest:
Was ist der haeufigste Grund fuer das Scheitern von Beziehungen?
Der haeufigste Grund fuer das Scheitern von Beziehungen ist mangelnde Kommunikation. Sie ist das Fundament. Wenn Paare nicht offen und ehrlich miteinander sprechen, koennen Missverstaendnisse, Frustration und Entfremdung entstehen. Eine offene und ehrliche Kommunikation kann dazu beitragen, Probleme fruehzeitig zu erkennen und gemeinsam Loesungen zu finden, bevor die Beziehung vor dem Aus steht.
Ihr naechster Schritt
Haben Sie auch ein Problem in Ihrer Partnerschaft, das Sie bisher nicht loesen konnten?
Dann buchen Sie ein kostenfreies 20-minuetiges Kennenlerngespraech per Videocall. Mit mir bekommen Sie einen Psychologen, der
- Ihnen Raum gibt
- Ihre Gedanken ordnet
- Ihre Veraenderung einfuehlsam begleitet.
Ich freue mich und verbleibe mit
Vorfreude,
Ihr Psychologe M.Sc. Patric Pfoertner
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Wenn Sie sich in diesem Artikel wiedererkennen und Unterstützung suchen, bin ich für Sie da. In meiner Online-Beratung begleite ich Sie einfühlsam und kompetent auf Ihrem Weg.
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