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Psychologe verraet: So entkommen Sie der Toxischen Beziehung

Unser Psychologe bietet Ihnen Tipps aus der Praxis, um aus toxischen Partnerschaften auszubrechen und den eigenen Selbstwert zu staerken.

8 Min. Lesezeit
Blogbeitrag: Psychologe verraet: So entkommen Sie der Toxischen Beziehung

Psychologe verraet: So entkommen Sie der Toxischen Beziehung

Die folgenden Geschichten basieren auf realen Erfahrungen aus meiner Praxis, wurden jedoch anonymisiert und veraendert. Sie dienen als Inspiration fuer Veraenderung und ersetzen keine professionelle Beratung.

  • Toxische Beziehungen erkennen: Mangel an Respekt, Kontrollverhalten, Manipulation, fehlende Unterstuetzung und Unberechenbarkeit sind typische Merkmale einer toxischen Beziehung.

  • Der erste Schritt ist Erkenntnis: Der Weg aus einer toxischen Beziehung beginnt mit der Erkenntnis, dass etwas nicht stimmt und die Realitaet anders ist als gewuenscht.

  • Hoffnung verlaengert das Leid: Hoffen auf ein besseres Morgen verlaengert das eigene Leid – handeln Sie, sobald Sie die Fakten vor sich haben.

“Ich kann einfach nicht gehen. Egal wie schlecht es mir geht, ich bleibe.”

Mit diesen Worten begann Sabine unsere erste Sitzung. Ihre Augen waren geroetet, die Schultern hingen kraftlos herab. Sabine steckte seit Jahren in einer toxischen Beziehung fest - eine Situation, die ich als Psychologe leider allzu oft erlebe.

Vielleicht kommen Ihnen Sabines Worte bekannt vor?

Oder vielleicht kennen Sie diese Gedanken ja auch:

  • Ich habe niemanden ausser ihm/ihr.
  • Ich habe zu viel investiert.
  • Ich schaffe es alleine nicht.

Toxische Beziehungen sind wie ein Sumpf, der uns langsam aber sicher hinabzieht. Doch es gibt einen Weg hinaus, und ich moechte Ihnen zeigen, wie Sie ihn finden koennen.

Was macht eine Beziehung toxisch?

Bevor wir uns ansehen, wie man aus einer toxischen Beziehung ausbrechen kann, ist es wichtig zu verstehen, was eine solche Beziehung ueberhaupt ausmacht. Hier sind einige typische Merkmale:

  1. Mangel an Respekt: Ihr Partner macht sich ueber Sie lustig, kritisiert Sie staendig oder ignoriert Ihre Gefuehle. Das kann auch oft in der Oeffentlichkeit passieren oder bei Freunden/Verwandten.
  2. Kontrollverhalten: Ihr Partner versucht, Ihre Handlungen, Ihren Alltag, wie Sie Ihre Freundschaften pflegen oder sogar Gedanken zu kontrollieren.
  3. Manipulation: Gaslighting, Schuldzuweisungen und emotionale Erpressung sind an der Tagesordnung. Was das mit unserem Selbstwert macht ist offensichtlich. Da kann nichts Gutes bei herumkommen …
  4. Fehlende Unterstuetzung: Ihre Erfolge werden kleingeredet, Ihre Traeume belaechelt. Das ist besonders schlimm finde ich, denn so oft brauchen wir einen staerken Partner in Krisen, um diese gut zu bewaeltigen. Wenn es also drauf ankommt, dann ist Ihr Partner nicht fuer Sie da.
  5. Unberechenbarkeit: Die Stimmung Ihres Partners schwankt extrem, Sie fuehlen sich wie auf Eierschalen.

“Aber Herr Pfoertner”, sagte Sabine in unserer dritten Sitzung, “manchmal ist er doch auch so liebevoll, so romantisch, so voller Hingabe. Dann denke ich, alles wird gut. Das ist mein Traummann.”

“Manchmal ist er so liebevoll … dann denke ich, alles wird gut.” Ich nickte verstaendnisvoll. “Das ist ein klassisches Muster in toxischen Beziehungen, liebe Frau Ballweg. Diese kurzen Momente der Zuneigung halten uns gefangen, lassen uns hoffen. Hoffnung verlaengert in solchen Beziehungen allerdings das Leid. Denn Hoffnung aendern nichts am Grundproblem.”

Geht es Ihnen wie Sabine in Ihrer Partnerschaft?

Dann koennen wir gerne Ihre Situation in einem unverbindlichen Erstgespraech besprechen besprechen und herausfinden, welche Unterstuetzung fuer Sie sinnvoll ist.

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Was ist der erste Schritt aus einer toxischen Beziehung?

Der Weg aus einer toxischen Beziehung beginnt mit der Erkenntnis, dass etwas nicht stimmt. Das die Realitaet nicht so ist, wie wir sie uns wuenschen. Denn die Realitaet wird total verdrehen, um unser Selbstbild oder das Bild unserer Beziehung zu schuetzen.

Ich bat Sabine, ein Tagebuch zu fuehren. “Notieren Sie jeden Abend, wie Sie sich gefuehlt haben als Ihr Partner wieder lauter wuerde, was vorgefallen ist. Seien Sie dabei ganz ehrlich zu sich selbst.”

Nach zwei Wochen war bereits der Folgetermin und Frau Ballweg sass mit roten Wangen vor Ihrer Webcam. “Ich… ich habe das Tagebuch gefuehrt. Ich habe das einfach mal durchgezogen. So wie Sie es gesagt haben.”, sagte sie leise.

“Und als ich es mir gestern Abend durchlas, war ich schockiert. Ich hatte gar nicht realisiert, wie oft ich mich schlecht fuehle, wie viele Dinge er mir an den Kopf wirf. Gestern Abend konnte ich deswegen auch nicht mehr einschlafen und ich wollte heute eigentlich absagen…”

“…ich war schockiert. Ich hatte gar nicht realisiert, wie oft ich mich schlecht fuehle…” Dieser Moment der Erkenntnis ist oft so unglaublich schmerzhaft, aber er ist unglaublich wichtig. Er ist der erste Schritt in Richtung Veraenderung.

Wie ziehe ich die Reissleine meiner toxischen Beziehung?

“Ich weiss jetzt, dass meine Beziehung toxisch ist. Aber wie komme ich da raus?” Diese Frage stellte mir Sabine, nachdem sie zwei Wochen lang ihr Tagebuch gefuehrt hatte. Es ist eine Frage, die viele meiner Klienten in aehnlichen Situationen stellen.

Hier sind einige konkrete Schritte, die ich ihnen empfehle:

  1. Treffen Sie eine endgueltige Entscheidung. Kein wenn und aber mehr. Der erste Schritt ist, sich selbst klar zu machen: “Ich will und werde diese Beziehung beenden.” Sabine formulierte es so: “Ich habe beschlossen, dass ich es wert bin, gluecklicher in Zukunft zu sein. Und jetzt bin ich es in dieser Beziehung einfach nicht.”
  2. Suchen Sie sich Unterstuetzung. Informieren Sie Ihre beste Freundin oder Freund, oder Familienmitglieder ueber Ihre Situation und Ihre Absichten. “Als ich meiner besten Freundin alles erzaehlte, war ich ueberrascht, wie verstaendnisvoll und hilfsbereit sie war”, berichtete zum Beispiel Sabine.
  3. Plaenen Sie Ihren Ausstieg. Bereiten Sie alles praktisch vor. In einer Ehe ist das etwas komplizierter, aber packen Sie heimlich eine Tasche mit dem Noetigsten, sichern Sie wichtige Dokumente und etwas Geld. “Ich habe einen Koffer bei meiner Schwester deponiert”, erzaehlte Sabine. “Das gab mir ein Gefuehl von Sicherheit.”
  4. Waehlen Sie den richtigen Moment. Wenn moeglich, fuehren Sie das Trennungsgespraech an einem neutralen und oeffentlichen Ort. Sabine entschied sich, ihrem Partner in einem Cafe mitzuteilen, dass sie geht.
  5. Seien Sie klar und ehrlich. Verwenden Sie “Ich-Botschaften” und bleiben Sie bei Ihrer Entscheidung. Sabine uebte mit mir den Satz: “Ich habe mich entschieden, diese Beziehung zu beenden. Diese Entscheidung steht fest.”

Sie fuehlen sich in Ihrer Beziehung nicht mehr wohl und vermuten, dass narzisstische Verhaltensweisen eine Rolle spielen?

In einem unverbindlichen Erstgespraech koennen wir Ihre Situation besprechen und gemeinsam herausfinden, welche Unterstuetzung fuer Sie sinnvoll ist.

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Die Zeit nach der Trennung

Die Zeit unmittelbar nach der Trennung kann besonders herausfordernd sein. “Ich fuehlte mich wie betaeubt”, erinnerte sich Sabine. “Ein Teil von mir wollte zurueck, obwohl ich wusste, dass es zu nix fuehren wuerde.”

In dieser Phase ist es wichtig, sich selbst zu schuetzen:

  1. Brechen Sie den Kontakt ab. Blockieren Sie Ihren Ex-Partner auf allen Kommunikationskanaelen. “Das war der schwerste Schritt”, gab Sabine zu. “Aber er war noetig, um wirklich loszulassen.”
  2. Achten Sie auf Ihre Sicherheit. Wenn Ihr Partner zu Aggressivitaet neigt oder unberechenbar ist, zoegern Sie nicht, zusaetzliche Schutzmassnahmen zu ergreifen. In manchen Faellen kann es notwendig sein, voruebergehend in ein Frauenhaus zu ziehen.

“Ich hatte Angst, dass er mich nicht gehen lassen wuerde”, erzaehlte mir eine andere Klientin namens Laura.

“Das Frauenhaus gab mir die Sicherheit, die ich brauchte, um mich neu zu sortieren. Ich zog mehr als 400 km, mit meinen zwei Soehnen, nach Heilbronn. Das war total ueberwaeltigend am Anfang. Aber nachdem meine Soehne wieder zur Schule gingen, hat sich auch meine Nervositaet etwas gelegt.”

Frauenhaeuser bieten nicht nur physischen Schutz, sondern helfen auch psychologische Unterstuetzung und praktische Hilfe bei rechtlichen und finanziellen Fragen von externen Anbietern zu bekommen.

Sie sind eine wertvolle Ressource fuer Frauen in Krisensituationen.

Der Weg aus einer toxischen Beziehung ist nicht immer einfach, aber er ist moeglich. Hoffen auf ein besseren Morgen verlaengert das eigene Leid. Geben Sie die Hoffnung auf sobald Sie die Fakten in Ihrem Tagebuch vor sich haben.

Mit jedem Schritt, den Sie in Richtung eines selbstbestimmten Lebens gehen, werden Sie staerker. Bitte denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf Respekt, Liebe und Glueck in Ihren Beziehungen.


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Ich freue mich und verbleibe mit

Vorfreude,

Ihr Psychologe M.Sc. Patric Pfoertner


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Psychologe M.Sc. Patric Pfoertner

Über den Autor

Psychologe M.Sc. Patric Pfoertner

M.Sc. Psychologe · Positive Psychologie · Online-Beratung

Als Psychologe liegt mir am Herzen, psychologisches Wissen verständlich und praxisnah zu vermitteln. Meine Artikel basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und meiner Erfahrung aus der Beratungspraxis – damit Sie konkrete Impulse für Ihr Leben mitnehmen können.

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