Psychologe verraet: Was einer Beziehung am meisten schadet
Die folgenden Geschichten basieren auf realen Erfahrungen aus meiner Praxis, wurden jedoch anonymisiert und veraendert. Sie dienen als Inspiration fuer Veraenderung und ersetzen keine professionelle Beratung.
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Kleine Dinge summieren sich: Was einer Beziehung am meisten schadet, ist oft nicht ein einzelnes grosses Problem, sondern die Summe vieler kleiner, ungeloester Konflikte und Missverstaendnisse.
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Kommunikation ist entscheidend: Kritik statt Komplimente, fehlendes Zuhoeren und unterdrückte Gefuehle fuehren zu schleichender Entfremdung.
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Harmonie kann zur Falle werden: Selbst scheinbar harmonische Paare koennen durch Vermeidung von Konflikten in eine schleichende Entfremdung geraten.
Als Psychologe mit Erfahrung in der Paarberatung habe ich schon viele Beziehungen im Online Setting in Krisenzeiten begleitet.
**In meiner Online Beratung stelle ich Paaren oft simple, aber tiefgruendige Fragen: **
- Wie wuerden Sie die aktuelle Stimmung in Ihrer Beziehung beschreiben?
- Was schadet Ihrer Beziehung am meisten?
- Wenn Sie einen Wunsch fuer Ihre Beziehung frei haetten, welcher waere das?
- Was schaetzen Sie am meisten an Ihrer Beziehung?
Die Antworten darauf waren oft ueberraschend - und enthuellend.
Lassen Sie uns gemeinsam auf typische Gespraeche aus meinem Praxisalltag schauen.
Kritik statt Komplimente: Wenn Worte verletzen und Beziehungen belasten
Sarah und Tom, beide Anfang 30, sitzen auf Ihrer blauen Couch im Wohnzimmer. Die Spannung zwischen ihnen ist spuerbar.
Ich: “Was glauben Sie, hat Ihrer Beziehung in den letzten Wochen am meisten geschadet?”
Sarah (seufzt): “Tom’s staendige Kritik. Egal was ich tue, es ist nie gut genug. Nie richtig. Nie ordentlich genug. Dieses staendige bevormunden.”
“Tom’s staendige Kritik. Egal was ich tue, es ist nie gut genug.” Tom (abwehrend): “Das stimmt doch gar nicht! Ich gebe nur Verbesserungsvorschlaege.”
Sarah (frustriert): “Sehen Sie? Genau das meine ich! Es ist immer das Gleiche mir ihm.”
Hier sehen wir ein klassisches Muster: Was als urspruenglich vielleicht als Rat gedacht war, wird als verletzende Kritik wahrgenommen. In meinen Beratungen sehe ich oft, dass Menschen, die schnell und ohne nachzudenken etwas sagen, haeufiger in dieses Muster verfallen.
Trifft das auch auf Ihren Partner zu? Oder vielleicht erleben Sie es ja so aehnlich wie Sarah und Tom.
In einem unverbindlichen Erstgespraech koennen wir Ihre Situation besprechen und gemeinsam herausfinden, welche Unterstuetzung fuer Sie sinnvoll ist.
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Sie koennten ihre Worte wohlwollender waehlen, wenn sie kurz ueberlegen wuerden, bevor sie sprechen. Doch der Impuls is meist groesser, weshalb es oft zum Impulskontrolltraining kommt in der Beratung.
Letztlich untergraebt die staendige Negativitaet das Selbstwertgefuehl des Partners. Auf lange Sicht wird so auch die Intimitaet in der Beziehung untergraben.
Wie aktives Zuhoeren Beziehungen rettet
Ein anderes Paar, Markus und Lisa, beide Mitte 40, zeigen eine andere spannende Dynamik:
Ich: “In Ihrer Beziehung - was schadet ihr am meisten?”
Lisa: “Die fehlende Kommunikation. Markus redet einfach nicht mit mir.”
Markus (genervt): “Weil du staendig redest! Ich komme gar nicht zu Wort.”
Lisa: “Siehst du? Du hoerst mir nicht einmal jetzt zu!”
Fehlende oder gestoerte Kommunikation ist ein haeufiges Problem. Oft hoeren die Partner einander nicht wirklich zu, sondern warten nur darauf, ihre eigene Meinung zu sagen.
Eine einfache, aber wirkungsvolle Uebung fuer Paare ist das aktive Zuhoeren:
- Ein Partner spricht 5 Minuten lang, der andere hoert nur zu.
- Der Zuhoerer fasst dann kurz zusammen, was er gehoert hat.
- Danach sprechen Sie nicht ueber den Inhalt, sondern ueber Ihre Gefuehle waehrend der Uebung.
Ich frage dann oft: “Wie fuehlen Sie sich, nachdem Sie Ihrem Partner so lange einfach nur zugehoert haben?”
Diese Uebung oeffnet oft ueberraschende Einsichten. Viele Paare berichten, dass sie sich zum ersten Mal seit langem wirklich gehoert und verstanden fuehlen. Probieren Sie es selbst aus - Sie werden erstaunt sein, wie eine so simple Uebung Ihre Kommunikation verbessern kann.
Wenn Routine der Beziehungskiller ist
Ein drittes Paar, Elena und Michael, beide Ende 30, zeigen ein anderes Bild:
Ich: “Was, denken Sie, schadet Ihrer Beziehung am meisten?”
Elena (zoegernd): “Ich glaube… die Routine. Wir haben uns auseinandergelebt. Er macht was irgendwo im Stall und ich arbeite an meinem Kuchen in der Kueche, so war es gestern zum Beispiel…”
“Wir haben uns auseinandergelebt.” Michael (nickt): “Ja, es ist alles so vorhersehbar geworden. Keine Ueberraschungen mehr.”
Elena: “Genau. Wir funktionieren nur noch nebeneinander her. Ich mach nur noch das Essen und Du kuemmerst Dich um die Pferde. Und das ist jeden Tag so.”
Hier sehen wir, wie Langeweile und fehlende gemeinsame Erlebnisse eine Beziehung aushoehlen koennen. Die Leidenschaft geht verloren, und die Partner entfremden sich voneinander.
Nach unzaehligen Gespraechen wie diesen bin ich zu folgender Erkenntnis gekommen:
Was einer Beziehung am meisten schadet, ist oft nicht ein einzelnes grosses Problem, sondern die Summe vieler kleiner, ungeloester Konflikte und Missverstaendnisse. Und desto laenger wir diese kleinen Makel dulden, desto hoeher wird der Leidensdruck in der Beziehung.
Es sind die taeglichen Nadelstiche - die nicht ausgesprochenen Erwartungen, die kleinen Enttaeuschungen, die unterdrueckten Gefuehle - die sich ueber die Zeit zu einem unueberwindbaren Berg auftuernen.
Fuehlen Sie sich wie Elena? Oder vielleicht erleben Sie ihre Beziehung wie Michael.
Dann koennen wir gerne Ihre Situation in einem unverbindlichen Erstgespraech besprechen besprechen und herausfinden, welche Unterstuetzung fuer Sie sinnvoll ist:
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Der Schein truegt: Wenn Harmonie zur Falle wird
Anna und Peter wirken auf den ersten Blick echt, authentisch und harmonisch.
Ich: “Was glauben Sie, schadet Ihrer Beziehung am meisten?”
Anna (laechelnd): “Oh, wir haben eigentlich keine grossen oder wirklichen Probleme.”
Peter (nickt): “Stimmt, wir streiten nie. Alles supi.”
Ich: “Nie? Wow, ich bin beeindruckt. Wirklich erstaunlich!”
Anna (zoegert): “Na ja, manchmal aergere ich mich schoen ueber Kleinigkeiten…”
Peter: “Wirklich? Das hast du nie gesagt. Ich hoere das jetzt zum ersten Mal.”
“Ich wollte keinen Streit anfangen. Es sind ja nur Kleinigkeiten.” Anna: “Ich wollte keinen Streit anfangen. Es sind ja nur Kleinigkeiten.”
Hier sehen wir, wie selbst scheinbar harmlose Vermeidung von Konflikten zu einer schleichenden Entfremdung fuehren kann. Die “Kleinigkeiten” koennen sich mit den Tagen, Wochen und Monaten aufsummieren, und irgendwann steht ein Berg, so hoch wie die Zugspitze, zwischen den Partnern.
Was koennen wir aus den Beispielen lernen?
Eine gesunde Beziehung braucht offene, ehrliche Kommunikation - auch ueber die kleinen Aergernisse des Alltags. Es geht darum, Probleme anzusprechen, bevor sie sich aufstauen, einander wirklich zuzuhoeren und in manchen Faellen bedarf es dann auch keiner Loesung mehr.
Eine Beziehung ist wie ein Gaerten - sie braucht staendige Pflege, Aufmerksamkeit und manchmal auch harte Arbeit.
Will sagen:
Wenn die Kleinigkeiten das Unkraut im Gaerten ist, dass sollten Sie jeden Tag einmal Unkraut ziehen gehen.
Mein Rat an alle Paare:
- Nehmen Sie sich regelmaessig Zeit fuereinander.
- Sprechen Sie ueber Ihre Gefuehle, was Sie bewegt, was Sie stoert, Ihre Wuensche und auch Aengste.
- Hoeren Sie einander aktiv zu, ohne gleich zu urteilen oder zu Loesungen zu springen.
Und vergessen Sie nicht, auch die positiven Dinge in Ihrer Beziehung wahrzunehmen und wertzuschaetzen.
Ihr naechster Schritt
Haben Sie auch ein Problem in Ihrer Partnerschaft, das Sie bisher nicht loesen konnten?
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- Ihnen Raum gibt
- Ihre Gedanken ordnet
- Ihre Veraenderung einfuehlsam begleitet.
Ich freue mich und verbleibe mit
Vorfreude,
Ihr Psychologe M.Sc. Patric Pfoertner
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Wenn Sie sich in diesem Artikel wiedererkennen und Unterstützung suchen, bin ich für Sie da. In meiner Online-Beratung begleite ich Sie einfühlsam und kompetent auf Ihrem Weg.
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