Die folgenden Geschichten basieren auf realen Erfahrungen aus meiner Praxis, wurden jedoch anonymisiert und verändert. Sie dienen als Inspiration für Veränderung und ersetzen keine professionelle Beratung.
Das nächtliche Summen: Wenn Liebe zur Verwirrung wird
Es ist kurz vor Mitternacht. Anna liegt wach im Bett, ihr Blick haftet an der Zimmerdecke ihrer Münchner Altbauwohnung. Das Handy auf dem Nachttisch vibriert – ein vertrautes Geräusch, das ihren Puls sofort beschleunigt. Sie weiß bereits, von wem die Nachricht kommt, noch bevor sie das Display anschaut.
„Du bist der wunderbarste Mensch, den ich je kennengelernt habe. Ich kann ohne dich nicht leben.”
Eine Wärme durchströmt sie, Hoffnung keimt auf. Vielleicht wird alles doch noch gut. Doch keine dreißig Sekunden später vibriert das Handy erneut:
„Warum antwortest du nicht? Ist dir das egal? Das ist alles deine Schuld, dass unsere Beziehung so ist.”
Die Wärme verwandelt sich in einen Eisklumpen. Der vertraute Knoten im Magen zieht sich zusammen. Anna kennt diesen Tanz mittlerweile – diese Momente, in denen Worte, die verbinden sollten, sie stattdessen in einen emotionalen Wirbelsturm ziehen.
Als Psychologe für Paarberatung habe ich unzählige Menschen wie Anna durch diese turbulenten Gewässer begleitet. In meinen Jahren der Praxis habe ich gesehen, wie digitale Kommunikation die Schatten in unseren Beziehungen verstärken kann, besonders wenn narzisstische Muster ins Spiel kommen.
Lassen Sie mich eine persönliche Beobachtung teilen. Früh in meiner Karriere beriet ich eine Klientin, nennen wir sie Lisa, deren Partner sie mit Nachrichten bombardierte, die wild zwischen Anbetung und Verachtung schwankten. In einer besonders intensiven Sitzung zeigte sie mir ihr Handy – über hundert Nachrichten an einem einzigen Wochenende. Einige überschlugen sich vor Liebesschwüren, andere warfen ihr vor, eine „gefühlskalte Egoistin” zu sein.
Was mich bis heute bewegt: Lisa fragte nicht „Ist das normal?”, sondern „Was mache ich falsch?” In diesem Moment wurde mir klar, wie tief narzisstische Kommunikationsmuster das Selbstwertgefühl der Betroffenen untergraben können.
Narzissmus verstehen: Mehr als nur Egoismus
Narzissmus in Beziehungen ist kein eindimensionales Phänomen. Es ist ein komplexes Spektrum, oft verwurzelt in tiefen Unsicherheiten und unerfüllten Bedürfnissen aus der Vergangenheit. Stellen Sie sich einen Garten vor, in dem gesundes Selbstwertgefühl wie eine blühende Rose sein sollte – doch bei ausgeprägtem Narzissmus wuchert Unkraut, das die Empathie erstickt und den Boden für echte emotionale Verbindung verdorren lässt.
In Textnachrichten manifestiert sich dies durch einen unerbittlichen Fokus auf die eigene Perspektive, bei der die Gefühle des Partners zur Nebensache werden. Michael, ein 42-jähriger Klient aus Hamburg, beschrieb es einmal so: „Ich hatte das Gefühl, in einem Theaterstück mitzuspielen, in dem meine Partnerin Regisseurin, Hauptdarstellerin und Kritikerin zugleich war – und ich durfte nur Statist sein.”
Sie bemerken vielleicht die klassischen Heiß-Kalt-Schwankungen: Eine liebevolle „Guten Morgen, mein Schatz”-Nachricht wird gefolgt von eisigem Schweigen oder plötzlichen Vorwürfen. Diese emotionale Achterbahnfahrt ist kein Zufall – sie dient dazu, Sie aus dem Gleichgewicht zu bringen und emotional abhängig zu halten.
Viele meiner Klienten beschreiben ein ähnliches Gefühl: wie auf einem Seil über einem Abgrund des Zweifels zu balancieren. Claudia aus Stuttgart erzählte mir: „Ich checkte mein Handy alle fünf Minuten, mit einem Knoten im Magen. Würde heute ein guter Tag sein oder ein Gewitter?”
Die Frage ist nicht, ob jemand „ein Narzisst” ist – Etiketten helfen selten weiter. Entscheidend ist: Wie wirken sich diese Kommunikationsmuster auf Ihr emotionales Wohlbefinden aus? Zittern Ihre Hände, wenn Sie eine Nachricht lesen? Zweifeln Sie ständig an Ihrer eigenen Wahrnehmung?
Kommen Ihnen diese Muster bekannt vor?
Sie sind nicht allein. Bei HalloPsychologe.de begleite ich als erfahrener Psychologe Menschen durch schwierige Beziehungssituationen. Unser Team aus qualifizierten Psychologen bietet professionelle Paarberatung, die Ihnen hilft, manipulative Muster zu erkennen und gesunde Grenzen zu etablieren.
In einem unverbindlichen Erstgespräch können wir gemeinsam Ihre individuelle Situation besprechen und einen Weg finden, wie Sie wieder zu emotionaler Stabilität und Selbstvertrauen gelangen.
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Die Anatomie narzisstischer Textnachrichten: 17+ typische Muster
Über die Jahre habe ich in meiner Praxis hunderte von Textnachrichtenverläufen analysiert. Eine Frage taucht dabei immer wieder auf: „Wie sehen narzisstische Textnachrichten konkret aus?” Diese Beispiele sind nicht abstrakt – sie sind die alltäglichen Werkzeuge emotionaler Manipulation.
1. Der „Ich, ich, ich”-Monolog
Nachrichten drehen sich ausschließlich um die eigenen Bedürfnisse, ohne Raum für Ihre Perspektive:
„Ruf mich SOFORT an – ich habe eine Krise und brauche dich jetzt!”
Keine Frage, ob Sie gerade in einem wichtigen Meeting sitzen oder selbst Unterstützung brauchen. Ihre Welt existiert nicht.
2. Die Nachrichtenflut
Ein Schwall von Nachrichten wie ein Sturmregen, der Sie unter Druck setzt:
„Wo bist du?” „Warum antwortest du nicht?” „Hallo??” „Das ist typisch für dich!” „Ich sehe, du ignorierst mich wieder.”
Innerhalb von zehn Minuten – ein digitaler Erstickungsversuch.
3. Love Bombing – Die Liebesdusche
Überwältigende Liebesbekundungen, die zu schön klingen, um wahr zu sein:
„Du bist mein absolutes Ein und Alles. Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen. Du bist perfekt!”
Thomas aus Berlin beschrieb es treffend: „Es fühlte sich an wie Champagnerrausch – berauschend, aber mit garantiertem Kater.”
4. Ghosting nach Love Bombing
Nach der intensiven Liebesphase: plötzliches Verschwinden. Keine Erklärung, nur eisiges Schweigen. Sie bleiben verwirrt zurück und fragen sich verzweifelt, was Sie falsch gemacht haben.
5. Das Drama-Queen-Verhalten
Übertriebene Krisenmeldungen, die Sie emotional erpressen:
„Ich bin im Krankenhaus, komm sofort! Ich brauche dich!”
Sarah fuhr nachts durch halb München – nur um herauszufinden, dass ihr Partner wegen eines eingerissenen Fingernagels in der Notaufnahme saß.
6. Forderungen mit leeren Versprechen
„Schick mir 500 Euro – ich zahle es nächste Woche zurück, versprochen!”
Die Versprechen lösen sich auf wie Morgennebel. Das Geld sehen Sie nie wieder.
7. Der Wortsalat – Verwirrende Widersprüche
Eine chaotische Mischung aus Vorwürfen und Zuneigung:
„Du bist zu anhänglich und fordernd, aber ich liebe es, wie du mir das Gefühl gibst, wichtig zu sein – warum kannst du nicht einfach mehr für mich da sein, ohne so bedürftig zu wirken?”
Julia aus Köln sagte einmal: „Ich las diese Nachricht fünfmal und verstand sie nicht. Ich fühlte mich, als hätte ich den Verstand verloren.”
8. Köder auslegen
„Du wirst nicht glauben, was heute passiert ist…”
Dann: Schweigen. Sie sollen nachfragen, betteln, reagieren. Es ist ein Spiel um Aufmerksamkeit.
9. Provozierende Nachrichten
Eine bewusst provokante Meinung oder Behauptung:
„Deine beste Freundin hat mir übrigens gesagt, dass sie mich viel sympathischer findet als dich dachte.”
Ziel: Sie emotional aufzuwühlen und eine Reaktion zu erzwingen.
10. Passiv-aggressive Stiche
„Ich schätze, du kümmerst dich nicht mehr um mich. Aber ist schon okay, bin ich ja gewöhnt.”
Sie haben nichts falsch gemacht – aber plötzlich tragen Sie die Schuld.
11. Herabsetzungen und Abwertungen
„Deine Freunde sind echt oberflächlich. Warum verschwendest du überhaupt Zeit mit denen?”
Isolierung durch Abwertung Ihres sozialen Umfelds.
12. Gaslighting – Die Realität verdrehen
„Das habe ich nie gesagt! Du bildest dir das ein. Du solltest vielleicht mal zum Arzt gehen.”
Ihr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung wird systematisch untergraben.
13. Angeberei und Bewunderungsforderung
„Alle bei der Arbeit haben gesagt, dass meine Präsentation brillant war. Der Chef meinte, ich sei der Beste im Team.”
Ständiges Verlangen nach Bewunderung und Bestätigung.
14. GROSSBUCHSTABEN-Schreien
„RUF MICH JETZT SOFORT AN!!! DAS IST NICHT ZU FASSEN!!!”
Digitale Aggression, die Grenzen überschreitet.
15. Intermittierendes Ghosting
Verschwinden für Tage, dann plötzlich zurück mit Charme:
„Hey Schatz, ich habe dich so vermisst! Lass uns heute Abend was Schönes machen.”
Keine Erklärung, keine Entschuldigung – nur die Erwartung, dass alles wieder normal ist.
16. Schuldgefühle erzeugen
„Nach allem, was ich für dich getan habe, ignorierst du mich einfach? Undankbar.”
Emotionale Erpressung durch konstruierte Schuld.
17. Triangulation – Dritte ins Spiel bringen
„Meine Kollegin Sabine findet auch, dass du total überreagierst. Sogar meine Mutter sagt, dass du zu kompliziert bist.”
Durch das Einbeziehen Dritter werden Eifersucht und Unsicherheit geschürt.
18. Die Mitleidsparty
„Niemand versteht mich. Alle sind gegen mich. Besonders du.”
Sie sollen sich schuldig fühlen und in die Retterrolle schlüpfen.
19. Schuldzuweisungen ablenken
„Wenn du das nicht gesagt hättest, wäre ich nicht so aufgebracht. Du bist schuld an meiner Reaktion.”
Die Verantwortung für das eigene Verhalten wird komplett abgeschoben.
Diese 19 Muster sind nicht erschöpfend, aber sie zeichnen ein deutliches Bild der emotionalen Kontrolle und Manipulation.
Sarahs Geschichte: Der Weg aus der Verwirrung
Sarah, eine 34-jährige Marketingmanagerin aus Frankfurt, kam völlig aufgelöst zu mir. Die Textnachrichten ihres Partners hatten sie an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht. „Ich kann nachts nicht mehr schlafen”, erzählte sie mit zitternder Stimme. „Ich lese seine Nachrichten immer und immer wieder, versuche zu verstehen, was ich falsch mache.”
Ihr Handy zeigte ein erschreckendes Muster: Hunderte von Nachrichten, die zwischen überschwänglicher Liebe und eiskalter Ablehnung schwankten. An einem Tag schrieb er: „Du bist die Liebe meines Lebens.” Am nächsten: „Du bist so selbstsüchtig, dass es mir übel wird.”
„Wann ist es zu viel?”, fragte Sarah. „Wann darf ich sagen, dass es nicht mehr geht?”
Gemeinsam begannen wir, die tieferen Muster zu erforschen. Sarah erkannte, dass die intermittierende Verstärkung – diese unberechenbare Abfolge von Belohnung und Bestrafung – ihre eigenen Verlassenheitsängste aus der Kindheit triggerte. Ihr Vater war emotional unberechenbar gewesen; das Verhalten ihres Partners fühlte sich erschreckend vertraut an.
Durch systemische Fragen wie „Wie fühlt sich diese Nachricht in Ihrem Körper an? Welche alten Geschichten ruft sie in Ihnen wach?” begann Sarah, ihre automatischen Reaktionen zu verstehen. Sie bemerkte den Knoten im Magen, das Herzklopfen, den Drang, sofort zu antworten und die Situation zu „retten”.
Ein Wendepunkt kam, als wir Triangulation besprachen. Sarahs Partner erwähnte regelmäßig Komplimente seiner Ex-Freundin: „Lisa hat mir immer zugehört, ohne gleich eingeschnappt zu sein.” Diese subtile Manipulation schürte Sarahs Unsicherheit und ließ sie verzweifelt versuchen, „besser” zu sein als diese mysteriöse Lisa.
„Es ist ein Spiel”, erkannte Sarah schließlich. „Ein Spiel, bei dem ich nie gewinnen kann, weil sich die Regeln ständig ändern.”
Von dort aus erarbeiteten wir praktische Strategien. Erstens: Pause vor dem Antworten. Sarah lernte, tief durchzuatmen, ihre Füße auf dem Boden zu spüren, sich im Hier und Jetzt zu verankern, bevor sie reagierte. „Was brauche ich gerade?”, wurde ihre zentrale Frage.
Sarah begann, Nachrichten zu protokollieren – nicht um zu grübeln, sondern um Muster objektiv zu erkennen. Diese Distanzierung half ihr, die emotionale Achterbahn aus der Vogelperspektive zu sehen.
Markus’ Durchbruch: Grenzen setzen und Frieden finden
Markus, ein 45-jähriger Ingenieur aus München, kämpfte mit Schuldgefühl-Nachrichten seiner Partnerin: „Du bist nie für mich da, wenn ich dich wirklich brauche. Immer kommt deine Arbeit zuerst.”
In Wahrheit hatte Markus seine Arbeitsstunden reduziert, um mehr Zeit für die Beziehung zu haben. Aber es war nie genug. Die Nachrichten kamen zu jeder Tages- und Nachtzeit, oft wenn er in wichtigen Meetings saß.
„Meine Hände verkrampfen sich, wenn ich ihr Profilbild auf dem Display sehe”, gestand Markus. „Mein ganzer Körper spannt sich an.”
Gemeinsam übten wir „Ich”-Aussagen: „Ich fühle mich überfordert, wenn Nachrichten spät abends kommen. Lass uns morgen in Ruhe darüber sprechen.” Diese Formulierung verlagerte den Fokus auf seine Erfahrung, ohne anzugreifen.
Markus lernte, Gaslighting zu erkennen und zu benennen. Als seine Partnerin behauptete: „Du verdrehst immer meine Worte!”, antwortete er ruhig: „Das habe ich nicht gesagt. Was ich tatsächlich sagte, war…” Er blieb bei den Fakten, ohne sich in endlose Rechtfertigungsschleifen verwickeln zu lassen.
Bei Wortsalat-Nachrichten – jenen verwirrenden Mischungen aus Vorwürfen und Widersprüchen – übte Markus neutrale Kürze: „Ich brauche Zeit, das zu verarbeiten” oder schlicht: Schweigen. Das Ignorieren provozierender Nachrichten entzog dem Konflikt den Brennstoff.
Der Durchbruch kam an einem Sonntagmorgen beim Joggen durch den Englischen Garten. Schweiß und Tränen der Erleichterung vermischten sich, als Markus erkannte: „Es geht nicht ums Gewinnen dieser Diskussionen. Es geht um meinen inneren Frieden.”
Markus setzte klare Grenzen: Keine Diskussionen nach 22 Uhr. Keine Antwort auf provozierende Nachrichten. Konsequenz, auch wenn es schwerfiel.
Seine Partnerin reagierte zunächst mit Eskalation – noch mehr Nachrichten, noch mehr Drama. Doch Markus blieb standhaft. Schließlich entschied er, dass sein emotionales Wohlbefinden wichtiger war als die Beziehung. Er beendete die Verbindung – schweren Herzens, aber mit wachsender innerer Klarheit.
„Zum ersten Mal seit Jahren”, erzählte er Monate später, „schaue ich auf mein Handy und fühle keinen Knoten im Magen. Das ist Freiheit.”
Häufige Fragen zu narzisstischen Textnachrichten
Was ist die „Wortsalat”-Taktik genau?
Stellen Sie sich einen verbalen Wirbelsturm vor, der Widersprüche, Schuldzuweisungen, Schmeicheleien und Irrelevantes durcheinanderwirft. Ein Satz lobt Sie, der nächste macht Sie verantwortlich für alles Negative. Ziel ist Desorientierung – Verwirrung hindert Sie daran, klare Grenzen zu setzen oder die Person zur Rechenschaft zu ziehen.
Claudia aus Düsseldorf beschrieb es so: „Ich las die Nachricht dreimal und wusste am Ende nicht mehr, ob er mich gerade liebte oder hasste. Mein Kopf drehte sich.”
Als Reaktion: Verankern Sie sich in Fakten. Wiederholen Sie ruhig, was tatsächlich passiert ist. Oder treten Sie zurück und antworten Sie gar nicht. Sie sind nicht verrückt – es ist ein absichtlicher Nebel.
Was passiert, wenn Sie einen Narzissten ignorieren?
Kurzfristig: Eskalation. Mehr Nachrichten, emotionalere Appelle, möglicherweise Wut oder plötzlicher Charmeoffensiven. Schweigen bedroht ihre Hauptquelle: Ihre Aufmerksamkeit und emotionale Energie.
Langfristig: Wenn Sie konsequent bleiben, schwächt sich der Kreislauf ab. Die Person sucht sich oft eine neue Quelle für narzisstische Zufuhr. Das kann befreiend sein – oder auch schmerzhaft, weil es die Illusion zerstört, dass Ihre Liebe oder Bemühungen jemals „genug” gewesen wären.
Wichtig: Ignorieren ist keine Bestrafung, sondern Selbstschutz. Sie dürfen Grenzen setzen.
Was bedeutet Triangulation in narzisstischen Beziehungen konkret?
Triangulation bedeutet, eine dritte Person ins Spiel zu bringen, um Eifersucht, Konkurrenz oder Unsicherheit zu schüren. Beispiele:
- „Meine Kollegin versteht mich viel besser als du.”
- „Sogar meine Mutter sagt, dass du zu kompliziert bist.”
- Ständiges Erwähnen einer Ex: „Mit Lisa hatte ich nie solche Probleme.”
Ziel ist, Sie aus dem Gleichgewicht zu bringen und Sie dazu zu bringen, um Aufmerksamkeit und Bestätigung zu kämpfen.
Eine gesunde Antwort: „Ich konzentriere mich auf unsere Beziehung, nicht auf Vergleiche mit anderen.” Oder: Erkennen Sie das Spiel und verweigern Sie die Teilnahme.
Vier Bausteine für Ihren Weg zur Veränderung
Diese vier Schritte basieren auf meiner therapeutischen Arbeit mit Dutzenden von Klienten. Sie sind keine starre Checkliste, sondern ein organischer Prozess, der von Bewusstsein zu Handlung führt:
1. Beobachten ohne zu urteilen
Verfolgen Sie Nachrichten für eine Woche. Notieren Sie nicht nur den Inhalt, sondern vor allem Ihre körperlichen und emotionalen Reaktionen:
- Wo im Körper spüren Sie Anspannung?
- Welche Gedanken schießen Ihnen durch den Kopf?
- Welche alten Gefühle aus Ihrer Vergangenheit werden wach?
Das schafft Bewusstsein ohne Selbstvorwurf. Sie kartieren den nebligen Pfad, auf dem Sie sich bewegen.
2. Sanfte Grenzen setzen
Beginnen Sie mit kleinen, konkreten Grenzen:
- „Ich antworte auf Nachrichten während meiner Arbeitszeit erst nach Feierabend.”
- „Diskussionen über wichtige Themen führen wir persönlich, nicht per Text.”
- „Nach 22 Uhr schalte ich mein Handy auf stumm.”
Erwarten Sie Widerstand. Bleiben Sie dennoch konsequent, wie ein Anker in den Wellen. Ihre Grenzen sind nicht verhandelbar.
3. Achtsam antworten – oder gar nicht
Nutzen Sie neutrale, kurze Antworten bei manipulativen Nachrichten:
- „Ich höre dich. Lass uns morgen in Ruhe darüber sprechen.”
- „Ich brauche Zeit, das zu verarbeiten.”
- Bei Toxizität: Schweigen. Keine Antwort ist auch eine Antwort – eine, die Ihre Energie schützt.
Anna aus München sagte: „Das erste Mal, dass ich nicht sofort antwortete, fühlte sich falsch an. Aber dann spürte ich eine unglaubliche Erleichterung. Ich musste nicht mitspielen.”
4. Unterstützung suchen und reflektieren
Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit einem vertrauten Freund, einer Therapeutin oder schreiben Sie Tagebuch. Systemische Fragen können helfen:
- „Wie beeinflusst diese Beziehungsdynamik meine Lebensfreude?”
- „Welche Bedürfnisse von mir werden nicht erfüllt?”
- „Was würde ich meiner besten Freundin raten, wenn sie in meiner Situation wäre?”
In der Paarberatung erforschen wir gemeinsam diese gegenseitigen Muster und fördern, wo möglich, Empathie und Verständnis für die Wunden des anderen. Manchmal führt das zu Heilung – manchmal zur Erkenntnis, dass ein Ende nötig ist.
Diese Schritte sind keine Schnelllösungen. Sie sind Samen für langfristiges Wachstum und emotionale Freiheit.
Möchten Sie lernen, gesunde Grenzen zu setzen?
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Der Weg zur emotionalen Freiheit
Sarah und Markus sind nur zwei von vielen Menschen, die diesen mutigen Weg gegangen sind. Sarahs Geschichte nahm eine unerwartete Wendung: Als sie begann, konsequent Grenzen zu setzen und achtsam zu antworten, veränderte sich die Dynamik ihrer Beziehung. Ihr Partner, konfrontiert mit ihrer neuen Klarheit und Ruhe, begann sich zu öffnen und seine eigenen Unsicherheiten zu reflektieren. Sie sind heute noch zusammen – in einer deutlich gesünderen Form.
Markus hingegen entschied sich für einen anderen Weg. Er erkannte, dass seine Partnerin nicht bereit war, an der Beziehung zu arbeiten oder eigene Muster zu hinterfragen. Seine Entscheidung, die Beziehung zu beenden, war schmerzhaft, aber letztlich befreiend. Heute ist er in einer neuen Partnerschaft, die von gegenseitigem Respekt und emotionaler Sicherheit geprägt ist.
Beide Wege sind gültig. Beide erfordern Mut, Selbstreflexion und die Bereitschaft, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Sie verdienen eine Beziehung, die Sie nährt statt erschöpft. Sie verdienen einen Partner, der Ihre Grenzen respektiert und Ihre Gefühle wertschätzt. Wenn die hier beschriebenen Muster in Ihrer eigenen Beziehung widerhallen, wissen Sie: Sie sind nicht allein, und Veränderung ist möglich.
Der erste Schritt ist oft der schwerste – aber er ist auch der wichtigste. Ob Sie sich entscheiden, an Ihrer Beziehung zu arbeiten oder einen neuen Weg einzuschlagen: Ihr emotionales Wohlbefinden verdient Priorität.
Ihr nächster Schritt zu mehr Klarheit und Selbstbestimmung
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Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Patric Pförtner Psychologe & Psychologe für Paarberatung
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- Wie Narzissten lieben – anders als Sie denken – Verstehen Sie die einzigartige Art, wie Menschen mit narzisstischen Zügen Beziehungen erleben
- Toxische Beziehungen erkennen und heilen – Lernen Sie die Warnsignale toxischer Dynamiken kennen und finden Sie Wege zur Heilung
Diese Artikel bieten Ihnen vertiefende Perspektiven und praktische Werkzeuge für den Umgang mit herausfordernden Beziehungssituationen.
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