Habe ich Selbstmitgefühl?
Unser Test zum Selbstmitgefühl wurde von Psychologen entwickelt und hilft Ihnen einzuschätzen, wie mitfühlend Sie mit sich selbst umgehen.
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Was ist Selbstmitgefühl und warum ist es wichtig?
Selbstmitgefühl bedeutet, sich selbst mit der gleichen Freundlichkeit und dem gleichen Verständnis zu begegnen, das wir einem guten Freund entgegenbringen würden. Es ist die Fähigkeit, sich in schwierigen Momenten selbst zu trösten, anstatt sich zu kritisieren. Forschungen zeigen, dass Selbstmitgefühl eng mit psychischer Gesundheit, Resilienz und Lebenszufriedenheit verbunden ist.
Viele Menschen sind jedoch deutlich strenger mit sich selbst als mit anderen. Sie würden einem Freund nach einem Fehler niemals sagen, was sie sich selbst vorwerfen. Diese innere Härte wird oft als Antrieb verstanden, doch tatsächlich hemmt sie mehr, als dass sie motiviert. Selbstmitgefühl ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von emotionaler Reife.
Die drei Säulen des Selbstmitgefühls
Die Psychologin Kristin Neff beschreibt drei Kernelemente des Selbstmitgefühls. Erstens: Selbstfreundlichkeit statt Selbstkritik – sich in schwierigen Zeiten mit Wärme statt mit Härte zu begegnen. Zweitens: Gemeinsames Menschsein – die Erkenntnis, dass Leiden und Unvollkommenheit zum menschlichen Erleben gehören. Drittens: Achtsamkeit – Gefühle wahrnehmen, ohne sich von ihnen überwältigen zu lassen.
Besonders die Einsicht in das gemeinsame Menschsein ist heilsam: Wenn wir scheitern, fühlen wir uns oft isoliert, als wären wir die Einzigen mit diesem Problem. Doch Fehler und Schwächen verbinden uns mit allen anderen Menschen. Diese Erkenntnis kann das Gefühl der Einsamkeit in schwierigen Zeiten lindern.
Warum fällt Selbstmitgefühl so schwer?
Viele Menschen haben gelernt, hart mit sich ins Gericht zu gehen. In der Kindheit wurden sie vielleicht nur gelobt, wenn sie perfekt waren, oder erfuhren Kritik als normale Form der Zuwendung. Diese Muster prägen den inneren Dialog: Eine strenge innere Stimme kommentiert jeden Fehler, jede Schwäche.
Manche fürchten auch, Selbstmitgefühl würde sie faul oder selbstzufrieden machen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Studien zeigen, dass Menschen mit mehr Selbstmitgefühl motivierter sind, weil sie keine Angst vor dem inneren Kritiker haben müssen. Sie können Risiken eingehen und aus Fehlern lernen, anstatt sich von ihnen lähmen zu lassen.
Selbstmitgefühl praktisch entwickeln
Der erste Schritt ist das Bemerken des inneren Kritikers. Wie sprechen Sie mit sich, wenn etwas schiefgeht? Würden Sie so mit einem Freund reden? Üben Sie, die kritische Stimme durch eine mitfühlende zu ersetzen. Stellen Sie sich vor, wie ein weiser, liebevoller Freund in dieser Situation zu Ihnen sprechen würde.
Selbstmitgefühl lässt sich trainieren wie ein Muskel. Meditation, Tagebuchschreiben oder einfache Gesten der Selbstfürsorge können helfen. Wenn der innere Kritiker besonders laut ist und Sie alleine nicht weiterkommen, kann professionelle Unterstützung den Weg zu einem freundlicheren Umgang mit sich selbst eröffnen.
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