Habe Ich Agoraphobie?
Unser Agoraphobie Test wurde vom Psychologen entwickelt und ist ein kostenloser Selbsttest, um mögliche Symptome der Agoraphobie besser zu verstehen.
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Was ist Agoraphobie wirklich?
Agoraphobie wird oft fälschlicherweise als “Platzangst” bezeichnet. In Wirklichkeit ist es die Angst vor Situationen, aus denen eine Flucht schwierig wäre oder in denen bei einer Panikattacke keine Hilfe verfügbar wäre. Dies können öffentliche Verkehrsmittel, große Menschenmengen, weite Plätze, aber auch geschlossene Räume sein.
Menschen mit Agoraphobie fürchten nicht den Ort selbst, sondern die Angst vor der Angst: Was passiert, wenn ich hier eine Panikattacke bekomme? Die Vermeidung dieser Situationen führt zu einer zunehmenden Einschränkung des Lebensradius – im schlimmsten Fall verlassen Betroffene kaum noch das Haus.
Der Teufelskreis der Vermeidung
Das Kernproblem der Agoraphobie ist die Vermeidungsstrategie. Sie bringt kurzfristig Erleichterung, verstärkt aber langfristig die Angst. Jede erfolgreiche Vermeidung bestätigt dem Gehirn: “Die Situation war gefährlich, gut dass du nicht hingegangen bist.” So wird die Angst immer größer und der Bewegungsradius immer kleiner.
Hinzu kommt das “Sicherheitsverhalten”: Betroffene gehen nur noch mit Begleitperson aus, haben immer Medikamente dabei oder setzen sich nah an den Ausgang. Diese Strategien verhindern die Erfahrung, dass die gefürchtete Katastrophe nicht eintritt.
Therapieansätze bei Agoraphobie
Die Expositionstherapie ist der Goldstandard bei Agoraphobie. Dabei lernst Du schrittweise, die gefürchteten Situationen aufzusuchen und die Angst auszuhalten, bis sie von selbst nachlässt. Diese Erfahrung – dass die Angst ertragbar ist und von selbst abklingt – ist der Schlüssel zur Heilung.
Wichtig ist ein behutsames Vorgehen mit einer Hierarchie: von weniger zu mehr angstbesetzten Situationen. Begleitend werden kognitive Techniken eingesetzt, um katastrophisierende Gedanken zu korrigieren.
Wann solltest Du professionelle Hilfe suchen?
Wenn Deine Angst Dein Leben einschränkt, wenn Du Orte oder Situationen vermeidest, die Dir wichtig sind, oder wenn Du ohne Begleitung nicht mehr aus dem Haus gehst, ist professionelle Hilfe dringend anzuraten. Agoraphobie ist sehr gut behandelbar – aber sie verschwindet nicht von allein.
Mit der richtigen Therapie kannst Du Deine Freiheit zurückgewinnen. Der erste Schritt ist oft der schwierigste, aber auch der wichtigste.
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