Bin ich kaufsüchtig?
Unser Test zur Kaufsucht wurde vom Psychologen entwickelt und ist ein kostenloser Selbsttest, um problematisches Kaufverhalten besser zu verstehen.
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Kaufsucht: Wenn Shopping zur Zwangshandlung wird
Kaufsucht, auch Oniomanie genannt, ist ein zwanghaftes Einkaufsverhalten, bei dem der Kaufakt selbst – nicht der Besitz der Ware – im Vordergrund steht. Der kurze Glücksmoment beim Kauf weicht schnell Schuldgefühlen, Reue und dem Drang nach dem nächsten Kick. Gekaufte Artikel werden oft nie benutzt oder versteckt.
Schätzungen zufolge sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung von problematischem Kaufverhalten betroffen, Frauen häufiger als Männer. Die Folgen können gravierend sein: Schulden, Beziehungsprobleme, Scham und ein Gefühl der Kontrollverlust.
Ursachen und psychologische Hintergründe
Kaufsucht ist selten ein isoliertes Problem. Oft dient das Einkaufen der Emotionsregulation: Es lenkt von unangenehmen Gefühlen ab, kompensiert Einsamkeit oder niedrigen Selbstwert. Der Kaufrausch verschafft kurzzeitig ein Hochgefühl, das süchtig machen kann.
Häufig liegen weitere psychische Probleme zugrunde: Depression, Angststörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörung oder andere Süchte. Auch in der Kindheit gelernte Muster – etwa Trost durch materielle Dinge – können eine Rolle spielen.
Wege aus der Kaufsucht
Der erste Schritt ist, das Problem anzuerkennen. Führe ein Kauftagebuch: Was kaufst Du? Wann? In welcher Stimmung? So erkennst Du Muster und Auslöser. Lege Dir ein Budget fest und zahle bar statt mit Karte – das macht Ausgaben spürbarer.
Entwickle alternative Strategien für die Momente, in denen der Kaufdrang aufkommt: ein Spaziergang, ein Gespräch mit Freunden, Sport. Räume auf und verschenke oder verkaufe ungenutzte Käufe – die Konfrontation kann heilsam sein.
Professionelle Unterstützung bei Kaufsucht
Wenn Kaufsucht zu Schulden, Beziehungsproblemen oder erheblichem Leidensdruck führt, ist professionelle Hilfe wichtig. Verhaltenstherapie hilft, die Auslöser zu identifizieren und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Oft ist auch die Bearbeitung zugrundeliegender emotionaler Themen notwendig.
Du musst Dich nicht schämen – Kaufsucht ist eine ernsthafte Störung, keine Charakterschwäche. Mit der richtigen Unterstützung kannst Du die Kontrolle über Dein Kaufverhalten zurückgewinnen.
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