Habe ich Angst beim Wasserlassen?
Unser Test zur Paruresis wurde vom Psychologen entwickelt und ist ein kostenloser Selbsttest, um die Angst beim Wasserlassen besser zu verstehen.
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Was ist Paruresis? Die schüchterne Blase verstehen
Paruresis, umgangssprachlich auch “schüchterne Blase” genannt, bezeichnet die Unfähigkeit, in Anwesenheit anderer Menschen Wasser zu lassen. Betroffene können auf öffentlichen Toiletten nicht urinieren, selbst wenn der körperliche Drang stark ist. Diese Form der sozialen Angst betrifft Schätzungen zufolge etwa sieben Prozent der Bevölkerung.
Die Angst bezieht sich nicht auf die Toilette selbst, sondern auf die Anwesenheit anderer Menschen. Sobald jemand in der Nähe ist – selbst hinter einer geschlossenen Tür – blockiert der Körper. Das ist keine körperliche Störung, sondern eine psychische Blockade: Der Schließmuskel der Blase verkrampft unter Angst.
Die Auswirkungen auf den Alltag
Paruresis kann das Leben erheblich einschränken. Betroffene planen ihren Flüssigkeitskonsum strategisch, meiden bestimmte Orte und Veranstaltungen oder brechen Aktivitäten frühzeitig ab, um zu Hause zur Toilette gehen zu können. Die ständige Beschäftigung mit dem Thema ist erschöpfend.
Im Berufsleben wird Paruresis besonders zum Problem: Geschäftsreisen, Konferenzen oder Großraumbüros ohne private Toiletten werden zur Qual. Manche Betroffene lehnen Karrierechancen ab, weil diese mehr Reisetätigkeit bedeuten würden. Die Angst bestimmt Lebensentscheidungen.
Woher kommt die Angst beim Wasserlassen?
Die Ursachen der Paruresis liegen meist in einer Kombination aus Veranlagung und Lernerfahrungen. Oft können Betroffene ein auslösendes Erlebnis benennen: Eine beschämende Situation auf einer öffentlichen Toilette, Hänseleien in der Schule oder ein Moment, in dem sie sich beobachtet fühlten.
Im Kern steht die Angst vor negativer Bewertung: Die Befürchtung, dass andere das Nicht-Können bemerken und negativ interpretieren könnten. Diese Angst aktiviert das sympathische Nervensystem, das wiederum den Schließmuskel der Blase verkrampft – ein klassischer Teufelskreis.
Erfolgreiche Behandlung der Paruresis
Die gute Nachricht: Paruresis ist gut behandelbar. Die wirksamste Methode ist die gestufte Exposition: Betroffene üben schrittweise, unter zunehmend anspruchsvolleren Bedingungen zu urinieren. Beginnend in sicheren Situationen arbeiten sie sich langsam zu öffentlicheren Toiletten vor.
Kognitive Techniken helfen, die Angst vor der Bewertung durch andere zu reduzieren. Auch Entspannungstechniken können den Erfolg unterstützen. Wenn Paruresis Ihre Lebensqualität beeinträchtigt, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Mit der richtigen Unterstützung können Sie diese Angst überwinden.
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